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Spielbericht


Sieg im Schneesturm verweht

Das erste Spiel der Rückrunde sollte auch in dieser Saison noch vor der Winterpause stattfinden. So hatte man im dichten Schneetreiben den FC Ingolstadt zu Gast.

Auch diesmal stand der Spieltag ganz im Rahmen der 12Doppelpunkt12-Kampagne, an der auch wir uns wieder beteiligten. Die ersten 12 Minuten und 12 Sekunden wurden daher schweigend verbracht. Nun nicht ganz, denn den Jubel auf den frühen Führungstreffer von Sanogo konnte man sich doch nicht ganz verkneifen. Zusätzlich verzichteten wir in den ersten 12 Minuten darauf unsere Zaunfahnen zu zeigen und hielten stattdessen den großen „Freiheit stirbt mit Sicherheit“-Banner hoch. Pünktlich nach Ablauf der Schweigefrist wurde es dann kurzzeitig ordentlich laut. Doch wie der Gesang kam, verschwand er auch wieder. Dies ist wohl als Folge unserer 10-Jahres-Feier zu betrachten. So kam es heute stattdessen vermehrt zu Sinnlos-Support à la Schneewalzer. Unsere Rot-Weißen hingegen spielten zunächst recht ordentlich und gingen früh in Führung. Dabei blieb es dann jedoch auch. Stattdessen brachten nun die Gäste unsere Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit, glücklicherweise vergebens. So ging man mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Mittlerweile konnte man durch den dichten Schneefall nicht einmal mehr die Gästefans sehen. Diese beteiligten sich, wie wir, an der 12Doppelpunkt12-Kampagne, blieben aber im weiteren Spielverlauf ebenso unauffällig. Das Geschehen auf dem Platz ähnelte eher einer Schlitterpartie als einem hochklassigen Fußballspiel. Trotz dessen erarbeiteten sich unsere Jungs immer wieder einige Torchancen, doch schafften es nicht diese in Tore umzumünzen. Und wie das nun mal so ist – wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. So kamen die Ingolstädter 10 Minuten vor Schluss doch noch zum Ausgleich. Dies ließ die Cottbuser Anhängerschar aufwachen und in den letzten Minuten kam doch noch einmal so etwas wie Stimmung auf. Zu einer erneuten Führung sollte es jedoch nicht reichen.

Eine Einschätzung der fantechnischen Leistung sparen wir uns diesmal aufgrund der am Anfang genannten „Umstände“. Fußballerisch war es ein bitterer Punktverlust. Somit vergab man die Möglichkeit zu den ersten 3 Mannschaften aufzuschließen.

Nun erwartet uns am Freitag Wismut Aue im Erzgebirge. Diesmal zählen keine Ausreden. Lasst uns gemeinsam unsere Mannschaft würdig zum letzten Sieg im Jahr 2012 singen, und sie ebenso würdig in die verdiente Winterpause verabschieden. Wir sehen uns im Gästeblock!

Montagabend und die alte Dame aus Berlin zu Gast – die Brisanz konnte man der Partie gewiss nicht absprechen. Sicherlich ist diese Terminierung bei einer Partie zwischen Cottbus und Berlin noch am ehesten akzeptabel, was nichts daran ändert, dass Ansetzungen unter der Woche generell kritikwürdig bleiben. Doch weder die ungünstige Terminierung noch die frostigen Temperaturen können ein Grund für die gerade mal 13.000 Zuschauer im heimischen Stadion der Freundschaft sein. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

Der Spieltag stand ganz im Zeichen der 12Doppelpunkt12-Kampagne, an der wir uns erneut beteiligten. So übermittelten wir dem Rest des I-Blocks via Spruchband unsere Absicht und baten darum es uns gleich zu tun. In den ersten 12 Minuten herrschte somit eine gespenstische Stille. Nicht, dass wir uns in dieser Saison rühmen könnten, jeden Spieltag ein Stimmungs-Feuerwerk abzufackeln, aber das war dann doch sehr ungewohnt. Auf dem Platz passierte in der besagten Zeit auch noch nicht viel. Pünktlich nach eben 12 Minuten und 12 Sekunden wurden die Doppelhalter in die Höhe gerissen und die Mannschaft lautstark unterstützt. Auf der Gegenseite erblickten derweilen einige Bengalos das Licht der Welt, was von der Heimseite mit: „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“-Gesängen gewürdigt wurde. Es kann wohl kaum einer bestreiten, dass eine solche Einlage einfach mal schön anzusehen ist.

Während die Berliner auch darüber hinaus während der 90 Minuten stimmungstechnisch einen starken Auftritt ablieferten, hielt die gute Stimmung unsererseits nicht lange an. Spätestens als die Gäste beizeiten in Führung gingen, wurde es still. Dieses Spiel gehörte stimmungstechnisch wahrlich zu einem der schlechtesten in dieser Saison. Absolut derbyunwürdig. Auf dem Spielfeld hielt Hertha bis zur Pause das Zepter weitgehend in der Hand, für uns gab es kaum echte Torchancen.

Nach der Halbzeitpause setzte sich dieses Bild fort. Doch glücklicherweise gelang Sörensen, wie aus dem Nichts, nach einer Stiepermann-Flanke der Ausgleich. Dass müsste die Stimmung doch wieder anheizen, sollte man denken. Doch falsch gedacht. Nach kurzem Jubel war es wieder recht ruhig. Traurig.  Das Spiel blieb eine ganze Weile halbwegs ausgeglichen. Kurz vor Schluss gelang den Gästen dann doch noch die Führung. Damit war die Stimmung endgültig im Keller. Kurz vor Schluss zeigten wir indes noch ein Spruchband mit der Aufschrift: „Nur zu Zwegat geht ihr nicht!“ Der Sinn erklärt sich wohl von selbst.
Mehr braucht man zu diesem Spiel wohl nicht zu sagen. Eine sehr bittere Niederlage…

Doch wir stehen nach wie vor gut da. Die Saison ist noch lang. Also aufstehen und weitermachen. Raus aus dem warmen Wohnzimmer, ab ins Stadion und lautstark den Sieg gegen Ingolstadt erzwingen. Wir sehen uns im I-Block!

Der FCE ist eine Reise wert – Auswärtspunkt

Erstmals in unserer Vereinsgeschichte sollten unsere Rot-Weißen heute ein Punktspiel in Aalen bestreiten. Neben der für ein Auswärtsspiel günstigen Anstoßzeit stellte sicherlich für viele das Kennenlernen eines neuen Stadions einen zusätzlichen Reiz dar. Vielmehr ging es jedoch darum, unsere Energetiker zum Sieg zu brüllen um möglichst weiterhin die frische Luft des oberen Tabellendrittels schnuppern zu dürfen. Dass die Aalener das selbe Vorhaben hatten, zeigte bereits, wie respektabel der Aufsteiger in die Saison gestartet war. Es erwartete unsere Jungs also alles andere als eine einfache Aufgabe, zumal obendrein auch noch fast die halbe Stammelf fehlte.

Nichts desto trotz traf man sich wohlgelaunt bereits um 3 Uhr in der Früh, um den Weg gen Aalen ganz gemütlich in Angriff zu nehmen. Die Fahrt verlief dann auch reibungslos, sodass man schon bei Zeiten an der Spielstätte eintraf. An dieser Stelle sei einmal das wohlgesonnene Verhalten des sogenannten Freund und Helfers erwähnt. Dieser war zwar präsent, fiel aber sehr positiv durch Zurückhaltung auf. Gemütlich wurden die wenigen Meter zum Stadion zurückgelegt und die Eintrittskarte gelöst. Nachdem es bedauerlicherweise erneut keine Programmhefte am Kassenhäuschen zu erwerben gab, fanden nach einer Weile dann doch noch haufenweise Zeitungen über Umwege in den Block. So machte man sich nun eifrig daran, sämtliche dieser Hefte zu zerreißen, um später die Mannschaften gebührend im Schnipselregen zu empfangen. Dies ergab dann auch wirklich ein schönes Bild.

Vor der kurzen Schilderung des Spielgeschehens noch ein paar wenige Worte zu Stadion und Atmosphäre. So war man hocherfreut, in Aalen mal wieder eine neue Spielstätte betreten zu dürfen, welche die Bezeichnung Stadion noch verdient, da sie Gott sei Dank nicht viel mit den heutzutage weitverbreiteten modernen 0815-Arenen gemein hat. Wenn dort nun noch zur altbewährten Bargeldzahlung zurückgekehrt wird, anstatt dem dusseligen Plaste-Trend zu folgen, wäre dies sehr zu begrüßen. Auch die vernünftige Lautstärke der Beschallung vor Spielbeginn fiel positiv auf – da darf man sich in Cottbus dann gern auch endlich mal ein Beispiel dran nehmen!

Nun aber zum Geschehen auf Rängen und grüner Wiese. Von Beginn an war man zunächst bemüht, unsere Jungs bestmöglich zu unterstützen. Jedoch dauerte es nicht lange, bis sich der zähe Auftritt unseres Teams auch auf die Gästefans übertrug. Gänsehautatmosphäre war dies unsererseits nun wirklich nicht. Jedoch wusste die nachdrückliche Betonung, mit der man heute jeden wissen ließ, dass Cottbus eine Reise wert ist, dann doch zu gefallen. Auch der Auftritt der supportwilligen Aalener auf der uns gegenüberliegenden Seite konnte sich durchaus sehen lassen. Dies änderte jedoch nichts daran, dass es unsere Rot-Weißen waren, die letztendlich in Hälfte 1 dann doch noch zu den besseren Chancen kommen sollten. Dennoch ging es torlos in die Halbzeit.

In Hälfte 2 dann ein anderes Bild. Das Heimteam wurde aktiver und war nun klar spielbestimmend. Doch das erste Tor sollte dann doch auf der richtigen Seite fallen. Sanogo! Riesenjubel im Gästeblock! Fortan ging auch stimmungstechnisch wieder die Post ab. Trotz gravierender personeller Probleme hier den Sieg zu holen, wäre die Messe gewesen. Hut ab an dieser Stelle vor den soliden Leistungen der Talente Börner und Fandrich. Ins kalte Wasser geworfen und sich überzeugend freigeschwommen, top! Der Ausgleich 6 Minuten vor Ende der Partie konnte leider dennoch nicht vermieden werden. Da zudem Routinier Banovic mit einem satten Schuss an die Latte kurz vor Spielende kein Glück hatte, blieb es beim 1:1 – letztendlich ein gerechtes Ergebnis.

Dennoch ging es mit viel Applaus ab nach Haus´. Nun gegen 1860 nen Heimsieg? Durchaus! Jedoch nur mit der kräftigen Unterstützung von den Rängen. Noch immer sind wir oben dabei. Machen wir was draus!

PS: Im Beinahe-Polen wünscht man indes keinem unserer Konkurrenten einen Gastauftritt an einem Montag – auch nicht der Crew Eleven aus Aalen. Dennoch wären wir sehr gespannt, wie sich gerade diese Gruppe in diesem Fall im Stadion der Freundschaft präsentieren würde…

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Die Party geht weiter!

Nachdem wir am Wochenende einen sehr glücklichen Sieg in Regensburg eingefahren hatten, folgte nun der zweite Teil der englischen Woche. Dank der DFL zur bescheidensten Uhrzeit, um 17:30. Wie können manche Menschen eigentlich so viel Scheiße im Kopf haben?

Diese Frage stellten sich sicherlich auch die Gäste aus Paderborn, welche ihrem Unmut, mit leichter Verspätung, via Spruchband Luft machten. Vom großen Fußballfest kann daher keine Rede sein, da ohnehin viele das Spiel aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht wahrnehmen konnten. So blieben im Stadion der Freundschaft diesmal mehr Plätze als sonst unbesetzt. Den Vereinen sind ihre Eintrittsgelder wohl egal, ansonsten hätte es ja bereits Proteste geben. Aber an anderer Stelle wegen des Geldes rumjammern.

Aber nun zum Spiel:

Die erste Hälfte verlief weitgehend ereignislos. Großchancen waren Mangelware oder wurden vereitelt und auch die Stimmung war eher durchschnittlich. So plätscherte das Spiel bis zur Pause einfach so vor sich hin.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurden unsere Jungs immer stärker und drängten auf den Führungstreffer, welcher ihnen schließlich auch gelang. Nicolas Farina schloss einen herrlich vorgeführten Angriff ab. Die mittlerweile aufgewachte Cottbuser Anhängerschar ging gewohnt gut ab und wurde in der Folge aktiver. Sicherlich hatte auch der Torhüter der Gäste seinen Anteil an der Verbesserung der Stimmung. Unsere Rasenkasper blieben weiterhin das spielbestimmende Team und machten weiter Druck. Förmlich aus dem nichts fiel dann der Ausgleich. Einmal nicht konsequent nachgesetzt und schon steht man mit leeren Händen. In Folge dessen wurde die Stimmung nochmals besser. Weder Mannschaft noch Fans wollten sich mit einem Unentschieden zufrieden geben und gaben in der Schlussphase nochmal Gas. So durften wir doch noch den verdienten Siegtreffer bejubeln. Marco Stiepermann streichelte den Ball förmlich in den Winkel. Party auf den Rängen. Was für ein geiles Tor! Den Sieg spielten unsere Mannen locker runter, sodass wir nun mit 17 Punkten weiterhin ungeschlagen sind. Wer hatte so etwas nach der letzten Saison erwartet. So geht diese unglaubliche Serie tatsächlich weiter. Wahnsinn!  Nach dem Abpfiff wurde noch ausgiebig mit der Mannschaft gefeiert. Sie hatte es sich redlich verdient. Nun steht Teil 3 der englischen Woche an. Am Samstag geht es zu den Eisernen nach Berlin. Also bewegt eure Ärsche und lasst uns alles geben, damit wir erneut einen Sieg bejubeln können.

 

A U S W Ä R T S S I E G !

Gibt es eigentlich auch Auswärtsspiele am Wochenende? Offenbar nicht. So durften wir auch unsere zweitweiteste Auswärtsreise an einem Freitag antreten. Da der Austragungsort Köln nicht gerade um die Ecke liegt, traf man sich bereits um 7 Uhr in der Früh, um ne halbe Stunde später die Fahrt in Angriff zu nehmen. So trübe, wie sich das Wetter zunächst darstellen sollte, war es um die Herzen der Auswärtsfahrer indes nicht bestellt. Mit 7 Punkten aus den ersten 3 Saisonspielen hatte man doch zumindest in den Ligaspielen bislang allen Grund zur Freude und konnte der heutigen Aufgabe optimistisch entgegenblicken. In der Domstadt traf man indes mit dem 1. FC Köln auf einen schlafenden Riesen – die Hoffnung, diesen am Abend nicht zu wecken, war groß.

Bis zum Ortseingang der Domstadt verlief die Fahrt reibungslos, ehe uns dichter Verkehr über 1 Stunde aufhielt. Gut, dass wir beizeiten losgefahren waren. So erreichten wir den Spielort dennoch bereits eine Stunde vor geplantem Anpfiff. Hier war das Regenwetter dann schon eher angebracht. Der Eintrittspreis von 15 EUR für ne Vollzahler-Karte machte einen sprachlos – ganz düster! Auch der Service ließ zu wünschen übrig. Der geneigte Programmheft-Sammler wurde weder an der Kasse noch im Block fündig und das gastronomische Angebot machte durch überteuerte Preise und alkoholfrei Plürre auf sich aufmerksam. Die Einlasskontrollen fielen indes sehr penibel aus. Die Sprengstoffsuchhunde wurden jedoch nicht fündig, und auch das Material konnte nicht beanstandet werden. So fanden wir uns rechtzeitig im Gästeblock wieder, wo man dann von der 15-minütigen Verschiebung des Spielbeginns aufgrund eines Verkehrsunfalls erfuhr.  Als die Teams dann doch endlich auf den Rasen traten, begleiteten wir sie mit rot-weißen Schwenkern und einigen wenigen Doppelhaltern aufs Feld. Dann begann die Partie. Es ging munter zur Sache, mit Torschüssen hüben wie drüben, wobei die Kölner zunächst die besseren Gelegenheiten verbuchen konnten. Doch sei es drum – im Gästeblock wurde mächtig Gas gegeben und schließlich wurde man nach 30 Minuten doch tatsächlich dafür belohnt. Der erneut starke Stiepermann brachte den Ball vors Tor und Sanogo stand wieder einmal goldrichtig, um die Kugel über die Linie zu schieben. Jubel, Trubel, Heiterkeit im Gästeblock! Umso geiler, wenn das Team vor den Gästeblock kommt, um mitzujubeln! Die Führung konnte bis zum Pausenpfiff gehalten werden, und mit diesem wurde das Heimteam auch erstmals mit gellenden Pfiffen bedacht. Sehr schön!

In Hälfte 2 sollten die Kölner jedoch das Heft in die Hand nehmen. Unsere Jungs fanden offensiv leider gar nicht mehr statt, kämpften aber in der Defensive tapfer gegen unermüdlich anrennende Kölner an. Als unsere Abwehr dann doch ein ums andere Mal überwunden wurde, fanden die Kölner im stark parierenden Kirschbaum ihren Meister. So kam die mittelmäßige Stimmung der Kölner ab der 60. Minute mehr oder weniger zum Erliegen. Stattdessen waren zum wiederholten Male „Wir hassen Ostdeutschland“-Gesänge zu vernehmen. Ganz großes Kino! Von Kölner Seite hatte man gerade liedtechnisch deutlich besseres Niveau in Erinnerung. Zugute halten muss man dem Heimanhang jedoch, dass sich der Unmut über die Leistung der jungen Mannschaft doch erstaunlicherweise in Grenzen hielt. Jedoch lief den Kölnern die Zeit davon. Bis zum Schluss bangte man im Gästeblock um den Auswärtssieg. Als der Schlusspfiff dann endlich ertönte, gab es kein Halten mehr. Mit „Spitzenreiter“-Rufen wurde das Team schließlich vor dem Block empfangen. Eine sehr schöne Momentaufnahme!

Auf dem Rückweg wurde unser erster Auswärtssieg in Köln natürlich ordentlich gefeiert, ehe uns die Luft nach 90 Minuten sehr gutem Support dann doch irgendwann ausging. Und dies völlig zurecht, schließlich hatte es sich gelohnt!

Nun gilt es, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. In 2 Wochen stellt sich mit dem FSV Frankfurt ein Gegner im Stadion der Freundschaft vor, welcher ebenso wie unser FCE auf einer Erfolgswelle schwimmt. Lasst uns unser Team erneut zusammen zum Sieg brüllen. Immer vorwärts Energie! Wir sehen uns im Block I!

Pokalpleite erfolgreich verarbeitet!

Spiel eins nach dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal und dann mit dem FC St.Pauli gleich eine richtig schwere Aufgabe vor der Brust. Man erinnerte sich nur zu gut an die letzte Saison, in der es direkt nach dem Pokal-Aus die nächste derbe Pleite gab. Doch da es nicht wieder dazu kommen sollte, machten wir uns daran unsere glorreiche BSG mit einer ansehnlichen Choreo zu unterstützen. So zeigten wir vor dem Anpfiff der Partie gegen die Kiezkicker mittels einer Blockfahne das runde Energie-Logo zusammen mit dem Spruch: „Neunzehnhundert Sechsundsechzig, nur damit es jeder weiß“.  An dieser Stelle möchten wir uns auch einmal herzlich bei den zahlreichen Unterstützern bedanken, die nicht zuletzt bei diesem Heimspiel Pfandbecher in bemerkenswerter Anzahl in unserer Spendentonne versenkten. Dadurch wird uns die Umsetzung solcher Ideen überhaupt erst möglich gemacht. Vielen Dank! Mit dieser Aktion im Rücken sollte nun der nächste Heimsieg eingefahren werden und so legte die rot-weiße Anhängerschar auch ordentlich los. Lautstarke Gesänge peitschten unser Team nach vorne, welches durch einen Distanzschuss von Marco Stiepermann in Führung gehen konnte. Auf den Rängen wurde natürlich vernünftig gefeiert. Von der Führung getragen war die Stimmung natürlich sehr gut. Zwar waren immer mal wieder kleine „Schweigeminuten“ zum Luft holen dabei, aber alles in allem ein ordentlicher Support. Bis zur Pause ließen unsere Jungs noch einige Großchancen aus, sodass wir dem 2:0 näher sein sollten als die Hamburger dem Ausgleich. Dann ging es in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff machten unsere Mannen da weiter wo sie aufgehört hatten. Man spielte sehr konzentriert und wurde im Endeffekt dafür belohnt. Diesmal war es Ivica Banovic, der per Flachschuss in Goalgetter-Manier eiskalt einnetzte. Erneut wurde das Tor kräftig bejubelt. Die Stimmung war nun sehr ausgelassen. Erfreulich war zudem, dass sich das Gepöbel diesmal in Grenzen hielt und der Support sich weitgehend auf den FC Energie bezog. Dennoch noch ein Hinweis an alle Rot-Weißen: Langsamer singen!  Der Support aus dem Gästeblock kann indes als durchschnittlich bewertet werden. Der Block zog zum Großteil mit und war oft in Bewegung.
Unsere Jungs ließen nun im weiteren Spielverlauf nichts mehr anbrennen und fuhren einen verdienten Heimsieg ein. Das wird auch unseren tapferen Kämpfer Ratte gefreut haben, den wir kurz vor Spielende mittels eines Banners herzlich grüßten. Die Feierlichkeiten zogen sich heute mal etwas länger hin. Die Mannschaft hatte es sich auch redlich verdient. Nachdem die Reste der Choreo beseitigt waren, ging es an den Conti wo man den rundum gelungenen Fußball-Samstag ausklingen ließ.

Erneutes Aus in Runde 1

Nach gutem Liga-Auftakt stand die 1. Runde des Pokals auf dem Plan. Das Los hätte dabei kaum ungünstiger ausfallen können. Mit dem SV Sandhausen wurde einem ein Liga-Konkurrent zugelost. Dazu die Ansetzung: Montagabend, 18:30 Uhr. Man musste halt das Beste draus machen. Etwa 300 Anhänger unserer BSG sollte es trotz des ungünstigen Termins vom örtlichen Feldparkplatz durch den Hardtwald in das danach benannte Stadion ziehen. Zu selbigem gingen die Meinungen auseinander. Mit seinen einzeln aufgestellten Tribünen sieht es schon sehr zusammengewürfelt aus und an der Zweitligatauglichkeit kann man auch ein wenig zweifeln. Andererseits kann einem dieser Spielort mit seiner Umgebung lieber sein als manch moderne Arena in einem Industriegebiet. Auf Fan-Seite gelang das mit dem „Besten draus machen“ also ganz gut.

Auf dem Feld sah es leider, vor allem zu Beginn des Spiels, anders aus: Die brütende Hitze ließ den einen oder anderen Rot-Weißen wohl schlafmützrig ins Spiel gehen, sodass man auch gegen Sandhausen nach 10 Minuten ganz schnell mal 2:0 zurück liegt. Unsere Mannschaft brachte danach nicht viel zustande, im Block war die Stimmung dennoch für den Spielstand durchaus befriedigend. Da die „Support“-willigen Sandhäuser unter den 2700 Zuschauern gleich an der Ecke nebenan standen waren sie auch vernehmbar. Wieso man sich dort zeitweilig mehr mit uns beschäftigte als das eigene Team zu unterstützen, entzieht sich unserem Verständnis. Energie fand langsam den Faden wieder, vor der Pause sollte aber nicht mehr viel passieren.

Nach der Pause skandierte die Heimseite den Namen ihres Torwart-Oldies Ischdonat – als hätte man gewusst was folgen sollte. Unsere Elf sollte auf den Anschluss drängen, sich manch gute Chance erspielen, letztendlich aber am eigenen Unvermögen, dem Aluminium und eben jenem starken Schlussmann der Kurpfälzer scheitern. So kam was kommen musste: Konter SVS – 3:0. Klar, dass dann die Stimmung am Boden war. Immerhin zeigte sich das Team bis zum Schluss weiterhin bemüht. War aber leider auch kein Trost mehr. Wieder raus in der 1. Runde. Statt am kommenden Wochenende einem nächsten Gegner entgegen zu fiebern schaut man sich die Auslosung höchstens aus anderweitigem Interesse an. Sch****!!

Bleibt zu hoffen, dass die Niederlage wenigstens als viel zitierter Schuss vor den Bug ihre Wirkung zeigt.
Für 3 Punkte gegen St. Pauli – Samstag alle ins Stadion der Freundschaft! Man sieht sich in Block I.

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